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Ausbau des alten turning ball

Da die neue Kugel nun auf das passende Maß gedreht wurde, war klar dass das alte Rohr im Rumpf bleiben kann. Ansonsten hätte ich das Rohr aus dem Rumpf ausbauen müssen und ein passenden Rohr gesucht. Aber so gefällt mir die Lösung etwas besser.

Zum ausbauen habe ich den Rumpf mit dem Dremel bearbeitet um an die Achse zu gelangen. Das obere Loch ist die Achse, bei dem unteren Loch habe ich zu tief gedremelt und bin unter dem Rohr durch gekommen. Wird später alles schön zugespachtelt.

Es war übrigens aller höchste Zeit die Kugel zu tauschen.
Auf den Bildern ist es leider etwas schlecht zu erkennen, aber die alte Kugel war bereits bis auf die Achse durch. Das heißt das Seil lief nicht mehr über die Kugel, sondern über die Achse.
Bei der neuen Kugel von Catalina war eine Kunststoff hülse dabei, welche als Lager dient. Bei der Alten Kugel war so etwas nicht vorgesehen. Hier lief die Kugel direkt auf der Achse.

Hier noch ein Vergleich der alten (vermutlich Original Achse) und der Achse von Catalina. Diese musste ich um ca. 5mm kürzen, damit sie nicht über das Rohr hinaussteht.

Jaguar 22 Schwächen und Verbesserungen

Die Jaguar 22 ist ein dankbares Refit-Boot, aber wie bei vielen älteren GFK-Booten gibt es typische Schwachstellen. Diese Seite sammelt die wichtigsten Punkte, die ich bei Mausel geprüft, repariert oder verbessert habe.

Typische Schwachstellen der Jaguar 22

  • Kiel und Kielwinsch: Hubkiel, Kielkasten, Winsch, Turning Ball und Seilführung sollten leichtgängig und belastbar sein.
  • Deck und Beschläge: Undichte Schrauben, weiche Stellen und alte Dichtmassen sind klassische Refit-Themen.
  • Fenster und Dichtungen: Spröde Dichtungen und alte Rahmen können Wasser in die Kajüte bringen.
  • Rumpf und Durchlässe: Alte Borddurchlässe, Osmoseverdacht und Vorschäden verdienen genaue Kontrolle.
  • Elektrik: Alte Kabel, Sicherungen und provisorische Anschlüsse sollten systematisch geprüft werden.

Sinnvolle Verbesserungen

Bei Mausel haben sich vor allem saubere Verstärkungen mit Epoxy, neue Dichtungen, ein durchdachter Lackaufbau und klare Zugänge zu Technik und Staufächern gelohnt. Viele Arbeiten sind klein, wirken zusammen aber stark auf Sicherheit, Dichtigkeit und Nutzbarkeit.

Refit-Bereiche im Detail

Häufige Fragen zu Jaguar-22-Problemen

Worauf sollte ich beim Kiel achten?

Der Kiel sollte sich kontrolliert bewegen lassen. Seil, Winsch, Umlenkung und Lagerpunkte müssen zur Last passen und dürfen keine sichtbaren Schäden zeigen.

Sind undichte Fenster typisch?

Ja, alte Fenster und Dichtungen sind bei vielen älteren Booten ein Thema. Wichtig ist, nicht nur außen neu abzudichten, sondern Rahmen, Auflageflächen und Materialzustand zu prüfen.

Prioritäten bei der Besichtigung

Eine sinnvolle Prüfung beginnt bei den sicherheits- und strukturrelevanten Bereichen. Dazu gehören Kielmechanik und Befestigungen, weiche oder feuchte Decksbereiche, Rumpf-Deck-Verbindung, Ruder, stehendes Gut, Borddurchlässe und elektrische Leitungen. Kosmetische Arbeiten können danach geplant werden.

Feuchtigkeit zeigt sich nicht immer als sichtbares Wasser. Verfärbungen, Geruch, weiche Stellen, korrodierte Schrauben oder alte Dichtmassen können Hinweise geben. Einzelne Symptome sollten jedoch nicht isoliert bewertet werden. Entscheidend ist, wie weit ein Schaden reicht und ob tragende Strukturen betroffen sind.

Verbesserungen dokumentieren

Vor dem Zerlegen helfen Übersichts- und Detailfotos, Beschriftungen und einfache Maßskizzen. Verwendete Materialien, Mischungen und Arbeitsdaten sollten notiert werden. Diese Dokumentation erleichtert spätere Wartung und macht nachvollziehbar, welche Bereiche bereits geöffnet oder verstärkt wurden. Im Refit-Logbuch ist dieser Projektverlauf an Mausel Schritt für Schritt erhalten.