Neben der technischen Refit-Dokumentation gehört auch das Leben mit dem Boot zu jaguar22.de. Dieses Logbuch fasst die kurzen Foto- und Fahrtenberichte zusammen: von der Abholung und den ersten Tagen am Steg bis zu Segeltörns, Lampionfahrt und dem erneuten Zuwasserlassen nach dem Refit.
Warum diese Einträge zusammengehören
Viele ursprüngliche Beiträge bestanden aus wenigen Sätzen und mehreren eigenen Fotos. Als einzelne Seiten waren sie eher Momentaufnahmen; in chronologischer Reihenfolge erzählen sie eine zusammenhängende Geschichte. Die Originaltexte und Bilder bleiben erhalten, ohne für jeden kleinen Ausflug eine eigene dünne Seite bereitzuhalten.
Das Logbuch ist persönlich und bewusst weniger technisch. Für Reparaturen und Materialien führen die Themenübersichten zu Deck, Kiel, Rumpf, Fenstern, Innenausbau und Elektrik weiter.
Ausführliche Einzelberichte
- Zu Wasser lassen (04.05.2020)
Dokumentierte Arbeitsschritte
- 28.03.2015: Tigger abgeholt
- 15.05.2015: Fotoshooting
- 21.06.2015: Heile am Steg angekommen
- 22.06.2015: Einparken in der Box
- 24.06.2015: Einfach so Fotos
- 27.06.2015: erste Ausfahrt auf die Weser
- 28.06.2015: Wesertour
- 10.07.2015: Mast gestellt
- 11.07.2015: Erstes mal unter Segeln raus
- 17.07.2015: Segeln auf der Weser
- 18.07.2015: Noch mal Segeln
- 18.08.2015: Segelkleid
- 18.09.2015: Lampionfahrt
- 19.09.2015: Spontan zur Maritimen Woche
- 09.10.2015: Turn nach Elsfleth
- 11.08.2016: Fotoshooting
- 12.12.2016: Frohe Weihnachten
- 05.05.2020: Ausfahrt unter Motor
- 07.05.2020: Aufräumen
- 09.05.2020: Aufriggen und Probesegeln
Tigger abgeholt
Endlich war es soweit. Am 28.03.2015 haben wir unser erstes Segelboot abgeholt. Hier hieß es noch Tigger und die Farben sind sehr gewöhnungsbedürftig.


Fotoshooting
Neben vielen Kleinigkeiten haben wir heute „nur“ ein paar Fotos gemacht. Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Für das erste mal Lackieren ist das schon ok. 🙂

Heile am Steg angekommen
Der erste Weg führte direkt zum Steg. Dort musste Mausel erstmal eine Zwangspause einlegen, um zu beweisen das sie auch dicht ist. 🙂 Nach ein paar Stunden stellte ich fest, das wir eine kleine menge Wasser im Boot hatten. Die undichte Stelle war schnell ausgemacht und behoben. Es war eine lose Schlauchschelle für den Ablauf der Plicht.

Einparken in der Box
Der Zweite Tag meine Karriere als Captain verlief nicht soooo erfreudig. Ich habe gleich eine schöne Macke reingefahren. Genaus, was man nicht haben möchte, nachdem man Wochenland damit verbracht hat, sein Boot schick zu machen. Was soll, nun ist sie da und gehört dazu. 🙂 Der Motor auf den Bildern ist nur geliehen um in die Box zu kommen.

Einfach so Fotos
Heute haben wir mal nicht viel gemacht. Nur ein wenig auf dem Boot gechillt und noch ein paar Fotos geschossen.

erste Ausfahrt auf die Weser
Nachdem wir nun das Boot ein paar Tage im Wasser am Liegeplatz hatten, konnten wir uns sicher sein, das alles Dicht ist.
Nun war es soweit: Unser erster Ausflug auf die Weser. 🙂
Die meisten werden jetzt lachen. Ohne Mast und „nur“ auf die Weser.
Aber nach der ganzen Arbeit ist es schön zu sehen, dass das Ergebnis auch funktioniert.
Ausserdem ist auch das, „nur auf die Weser“ etwas großes, wenn man bisher nie draußen war. Quasi als Wasserneuling.Wesertour
Mal wieder einen kleinen Ausflug auf die Werder mit Freunden gemacht. Einmal zum Weserwehr und zurück. Das Weserwehr ist zwar nicht weit entfernt, aber als kurz Turn reicht es. Der Spaß am Wassersport steigt mit jedem Ausflug.

Mast gestellt
Endlich war es soweit: Wir haben das erste mal den Mast gestellt. Nun sieht es auch aus wie ein Segelboot. 🙂

Erstes mal unter Segeln raus
Der erste Ausflug unter Segeln. Der Abend wurde dann mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Segeln auf der Weser
Und wieder wurde gesegelt. Nun wo das Boot endlich segelbereit ist, wollen wir auch möglichst viel Zeit auf dem Wasser verbringen und das Segeln besser lernen.

Noch mal Segeln
Üben, üben, üben… Ja, an dem Segelprofil sollten wir noch ein wenig arbeiten.
Segelkleid
Wir haben zwar das Glück einen Rollbaum zuhaben, aber leider kein Segelkleid. Das bedeutet, dass wir das Segel um den Baum wickeln können (so können wir sogar reffen), aber leider müssen wir beim Verlassen des Bootes, den Baum samt segel abnehmen und unter Deck bunkern, damit das Segel nicht den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Ich habe bei ebay-kleinanzeigen nach einem gebrauchten Segelkleid Ausschau gehalten und bin auch fündig geworden. Es ist zwar einen Tick größer als benötigt und Farblich nicht 100% stimmig, aber immerhin in einem Top Zustand und günstig.

Lampionfahrt
Relativ spontan endschieden wir uns noch zur Lampionfahrt auf der Maritimen Woche an die Schlachte zu fahren. Das Problem war nur: Der Mast war noch drauf und mit dem Mast kommen wir nicht durch die Brücken. Also „mal eben“ den Mast abgebaut, eingelagert und ab zur schleuse. Auf dem Weg dorthin wurde die provisorische LED Beleuchtung für die Lampionfahrt montiert. Es war ein toller Tag und wir durften ohne Anmeldung an der Lampionfahrt teilnehmen.

Spontan zur Maritimen Woche
Meine Erfahrung in der Bootsführung lässt noch wünschen übrig. Ich bin genau zweimal bisher durch die Sportbootschluese gefahren (einmal mit dem eigenen Boot). Trotzdem habe ich mich heute dazu endschieden Einhand durch die Schleuse zu fahren und ein paar Bekannte auf der Maritimen Woche einen Besuch abzustatten. Eigentlich ist das Einhand Schleusen kein großes Problem, wenn man sich ausreichend vorbereitet. Und genau das habe ich gemacht. Um nun aber die Fender und Leinen vorzubereiten musste ich natürlich auf das Vorschiff. Das Problem: Durch einen falschen Winkel des Motors fährt das Schiff nicht geradeaus, sonder neigt dazu, stark nach Backbord zu steuern. Mein Lifehack um nicht vollkommen wirr auf der Weser zu treiben: Mit einem Tampen die Pinne fixieren. Die enden wurden jeweils über die Winchen umgeleitet und mit der Klemme fixiert. Das Ganze hat natürlich entsprechend viel spiel, hat aber super funktioniert. Nun konnte ich in aller Ruhe die Tampen und Fender vorbereiten, dass diese für das Schleusen klar liegen.

Turn nach Elsfleth
Die Saison neigt sich dem Ende und wir wollten diese mit einem Ausflug beenden. Genau genommen war es unsere erste große Fahrt, welche uns nach Elsfleth führte. Das Ziel war mit Ablaufendem Wasser aus der Schleuse zu fahren. Was ich allerdings vorher nicht wusste, aber für das nächste Mal beachte: Die Sportbootschleuse war bereits geschlossen. Nun mussten wir uns an die Zeitfenster der Binnenschiffschleuse anpassen. So haben wir eine gute Stunde vor der Schleuse gewartet, bis dann endlich rein durften. Etwa in Höhe der Lesum wurde es plötzlich sehr Dunkel. Ich habe alles angezogen, was den Regen von mir fernhalten könnte und mich auf das Schlimmste eingestellt, aber wir hatten Glück und sind nicht einmal nass geworden. Die dunklen Wolken zogen an uns Vorbei und wir konnten unseren Turn nach Elfleth fortsetzten. Angekommen in Elsfelth wurden wir von einem super netten und lustigen Schleusenwärter empfange und hatte ein paar sehr schöne Tage dort im Hafen. Wir haben uns mit den Leihfahrrädern die Stad angesehen und haben sogar das Museum besucht. Es war zwar kalt ohne richtige Heizung, aber mit einer Tasse Kaffee haben wir uns wieder aufgewärmt.

Fotoshooting
Auch für ein Fotoshooting muss mal Zeit sein. Hier steht Mausel in der Halle.

Frohe Weihnachten
Heute ist bereits der dritte Advent. Deswegen möchte ich euch einen frohen dritten Advent wünschen und schon mal frohe Weihnachten. Genießt die Zeit mit eurer Familie und allen die euch am herzen liegen. 🎄🎁🎅🏼
Ausfahrt unter Motor
Am nächsten Tag ist man natürlich sehr gespannt, ob Wasser im Boot steht. Wir hatten Glück und es ist alles trocken.
Also los und noch eine kleine Runde unter Motor gefahren.
Mine (unser Hund) war ebenfalls mit, und ist das dritte mal auf dem Wasser, aber es scheint ihr zu gefallen.
Aufräumen
Heute mal keine Ausfahrt, sondern nur ein wenig aufgeräumt.
Aufriggen und Probesegeln
Beim Aufriggen der Jaguar 22 Mausel ging es nach langer Refit-Zeit endlich wieder aufs Wasser. Hier sind die letzten Arbeiten am Mast, die ersten Handgriffe an der Slipstelle und die Eindrücke vom ersten Probesegeln festgehalten.
Für das korrekte Aufriggen habe ich mir Hilfe geholt. Danke an Lothar und Rolf.
Nun steht der Mast schön gerade.
Ein erstes Probesegeln war erfolgreich, auch wenn wir sehr wenig Wind hatten.
Aber endlich kann es so richtig losgehen. Die Freude ist sehr groß.
Passend dazu:
Zu Wasser lassen
Jaguar 22 Datenblatt
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